Prag ist die Hauptstadt unserer Republik mit etwa 1,2 (eins Komma zwei) Millionen Einwohnern. Es erstreckt (rozprostírat se) sich an beiden Ufern des Flusses Moldau. Hier befindet sich der Sitz des Präsidenten, der Regierung und des Parlaments. Ihren Sitz haben hier natürlich auch andere staatliche Institutionen. Prag ist das Herz des Staates in jedem Sinne. Die größten Banken und Geldinstitute aller Art (peněžní ústavy všeho druhu), die wichtigsten Firmen und Unternehmen haben hier ihre Vertretung (zastoupení). Es bietet eine breite Palette an Kulturmöglichkeiten. Im Vergleich (porovnání) mit anderen Städten der Republik gibt es hier eine relativ niedrige Arbeitslosigkeit. Aber die Anonymität der Stadt stellt (představovat) einen Nährboden (živá půda) für die Kriminalität dar. Die Prager sind stolz auf das Metro.
Es kommen alljährlich Millionen Touristen nach Prag, was für die Stadtkasse von großer Bedeutung ist. Sie haben in Prag eine der besten Gelegenheiten auf der Welt, fast alle Baustile (stavební slohy) und architektonische Richtungen in einer Stadt zu sehen. Man kann hier von den romanischen und gotischen Bauten bis zu den modernsten Hochhäusern alles sehen. Vertreten (zastoupeny) sind natürlich Barock, Renaissance, Klassizismus aber auch Jugendstil (Sezession) oder zum Beispiel Kubismus. In aller Welt ist Prag als das „Goldene“ oder wegen seiner Kirchturmspitzen und Kuppeln das „Hunderttürmige“ Prag bekannt.
Jeder, der Prag besucht, muss sicher das historische Zentrum sehen. Dazu ist am besten, vor allem der Königsweg, der vom Pulverturm durch die Celetná - Gasse auf den Altstädter Ring und weiter über die Karlsbrücke zur Prager Burg führte. Der Pulverturm ist am Platz der Republik. Die Könige wohnten nämlich im 15.Jahrhundert in einem Palast neben dem Pulverturm, aber die Gäste wohnten auf der Burg und darum mussten sie durch den Königsweg auf die Prager Burg gehen. Dort steht heute das Gemeindehaus (Obecní dům). Aber die Zeiten, als die Könige hier zur Burg zu Fuß gingen, sind längst vorbei.
Wenn wir auf den Altstädter Ring kommen, sehen wir drei wichtige Kennzeichen (symbol) des Platzes. Das sind das Altstädter Rathaus mit der astronomischen Aposteluhr, die Teynkirche und das große Magister-Jan-Hus-Denkmal. Hier in der Straße „U Radnice“ neben der Altstädter Nikolauskirche, die in dem Gotikstil gebaut wurde, befindet sich das Geburtshaus des weltberühmten deutschschreibenden Prager Schriftstellers Franz Kafka. Zu den schönsten gehören das gotische Haus „Zur Glocke“ und das Kinský - Palast, vielleicht der schönste Rokokobau in Prag.
Durch die Karlova - Straße kommen wir auf den Kreuzherrenplatz (Křižovnické nám.) und rechts von Karlova - Gasse ist Klementinum. Auf dem Kreuzherrenplatz ist die Statue Karls IV. (Karls den Vierten), des Gründers der Prager Universität, dessen Namen auch die älteste Moldaubrücke trägt. Die Karlsbrücke aus dem 14. Jh. (vierzehnten Jahrhundert) gehört zu den größten touristischen Attraktionen. An den Rändern sind die Brückentürme. Auf der Karlsbrücke sind dreißig Barockstatuen und Statuengruppen.
Unter dem Ende der Brücke ist die Insel Kampa. Es ist schon auf der Kleinseite. Durch die Mostecká – Straße kommen wir auf den Kleinseitner Ring. Dort ist auch die barocke St.-Nikolaus-Kirche.
In der Nerudova - Straße gehen (jít kolem) wir an dem Haus „Zu den zwei Sonnen“, dann gelangen (dojít) wir zum Hradschin – Platz. Von hier aus ist eine wunderschöne Aussicht auf das historische Prag. Dort sind das Schwarzenberger Palais und das Erzbischöfliche (arcibiskupský) Palais mit seiner Rokokofassade.
Dann sind wir schon im Areal der Prager Burg. Der monumentale Bau besteht aus drei Höfe und über 700 Räume. Am bekanntesten sind zwei Säle: der spätgotische Wladislawsaal und der Spanische Saal.
Die Dominante der Burg ist der gotische St.-Veits-Dom. Für den Bau des Domes haben sich vor allem zwei bedeutende Baumeister verdient: Matthias von Arras und Peter Parléř. In der Kronkammer werden Krönungskleinodien aufbewahrt (uložit).
Jeder Tourist, der Prag besucht, muss hier natürlich die „Gasse der Alchymisten“ – das Goldene Gässchen sehen.
In Prag sind natürlich noch andere Baudenkmäler und touristisch interessante Ecken in Prag, wie zum Beispiel die Bethlehemkapelle, in der Jan Hus seine Predigen (kázání) gehalten hat, der Alte jüdische Friedhof und die Altneusynagoge, das im Renaissancestil erbaute (vystavěný) Königliche Lustschloß (letohrádek) Belvedere mit der Singenden Fontäne, das Sternberg- und Czerninpalais oder das Loreto-Areal. Die Straße „Am Graben“ ist auch bekannte. Dort sind die schönen alten Häuser und Bauten. In dieser Straße gibt es auch gute Einkaufsmöglichkeiten.
Aber man kann nicht nur von einem zum anderen Denkmal gehen. Er kann auch auf die drei Hügel (kopec) gehen, von denen schöne Aussicht auf Prag ist – Petřín mit dem Aussichtsturm (unser kleiner Eifelturm), Vítkov mit dem Jan Žižka Denkmal und Letná mit sonderbarem Pendel (kyvadlo). Die Aussicht ist am besten in der Nacht, wenn die ganze Stadt beleuchtet (osvětleno) ist.
Interessante ist auch der Zoologische Garten (Zoo) in Troja und die Ausstellungsgelände, wo das Matthiasfest jedes Jahr ist.
Ich habe Prag gern. Ich habe gern alle Orte in Prag außer der Vorstädte, die Siedlungen und die Viertel, die als Stadt nicht aussehen.
Ich habe schon gesagt, dass die Prager auf das Metro stolz sind. Es gibt die drei Verkehrslinien – grün, gelb und rot. Das Metro hilft Prag mit der schweren Verkehrssituation.
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