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Zeitworte – aus der deutschen Geschichte

Nach der Kapitulation der Wehrmacht (německé vojsko) wurde Deutschland von den vier Siegermächten (vítězné mocnosti) besetzt. In Sommer fand (stattfinden – konat se) im Schloss Cecilienhof die Postdamer Konferenz statt. Hier trafen sich die Regierungschefs der USA, Sowjetunion und Großbritanniens. Sie einigten sich auf die totale Entmilitarisierung (demilitarizece), Entnazifizierung (denacifikace), Dezentralisierung und Demokratisierung Deutschlands. Die Naziführer (nacis.vůdci) wurden hinrichten. In Postdam wurde auch die Aussiedlung der Deutschen aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn entschieden.

1949, vier Jahre nach dem zweite Weltkrieg, gab es zwei deutsche Staaten: Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten und die Bundesrepublik Deutschland im Westen. Obwohl sie eigene (vlastní) Regierungen (vláda) hatten, waren die beiden Staaten anfangs nicht völlig (úplně) unabhängig. In der DDR bestimmte (určovat) die (SSSR) die Politik, die Bundesrepublik stand unter dem Einfluss von Großbritannien, Frankreich und den USA. Deutschland wurde in diesen vier Besatzungssektoren eingeteilt, ebenso wie Berlin.

Im März 1952 schlug (vorschlagen – nabídnout) die Sowjetunion den USA, Großbritannien und Frankreich einen Friedensvertrag (mírová smlouva) für Deutschland vor. Die DDR und die Bundesrepublik sollten zusammen wieder ein selbständiger (samostatný) deutscher Staat werden, der neutral sein sollte. Aber die West-Alliierten (spojenci) waren gegen diesen Plan. Sie wollten, dass die Bundesrepublik zum Westen gehörte. Ein neutrales Deutschland wäre, so meinten sie, von der Sowjetunion abhängig. Auch die damalige (tehdejší) konservativ-liberale Regierung (CDU/CSU/FDP) entschied sich für die Bindung (spojení) an den Westen.

Nach 1952 wurden die Unterschiede (rozdíly) zwischen den beiden deutschen Staaten immer größer. Die DDR und die Bundesrepublik bekamen 1956 wieder eigene Armeen. Die DDR wurde Mitglied im Warschauer Pakt, die Bundesrepublik in der NATO.

Während es in der DDR große wirtschaftliche (ekonomické) Probleme gab, entwickelte sich die Wirtschaft in der Bundesrepublik sehr positiv. Tausende Deutsche aus der DDR flüchteten (uprchnout) vor allem deshalb in die Bundesrepublik. Die DDR schloss ihre Grenze zur Bundesrepublik und kontrollierte sie mit Waffengewalt (ozbrojené síly). Durch den Bau der Mauer in Berlin wurde 1961 die letzte Lücke (mezera) geschlossen.

Während der Zeit des „Kalten Krieges“ von 1952 bis 1969 gab es nur Wirtschaftskontakte zwischen den beiden deutschen Staaten. Im Juni 1953 kam es in Ostberlin und anderen Orten der DDR zu Streiks und Demonstrationen gegen die kommunistische Diktatur und die Wirtschaftspolitik. Sowjetische Panzer (tanky) sorgten (starat) wieder für Ruhe. In der Bundesrepublik war die große Mehrheit (převaha) der Bürger (občané) für die Politik ihrer Regierung. Ende der sechziger Jahre gab es jedoch starke Proteste und Stundentendemonstrationen gegen die kapitalistische Wirtschaftspolitik und die enge (těsné) Bindung an die USA.

Politische Gespräche (hovory) wurden zwischen den beiden deutschen Staaten erst seit 1969 geführt (zavést). Das war der Beginn der sogenannten (tzv.) „Ostpolitik“ des damaligen (tehdejší) Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner sozialdemokratisch-liberalen Regierung. 1972 unterschrieben die DDR und die Bundesrepublik einen „Grundlagenvertrag“ (základní smlouva). Die politischen und wirtschaftlichen Kontakte wurden seit diesem Vertrag besser. Immer mehr Bundesbürger konnten ihre Verwandten (příbuzní) in der DDR besuchen; allerdings (avšak) durften nur wenige DDR-Bürger in den Westen reisen.

Im Herbst 1989 öffnete Ungarn die Grenze zu Österreich. Damit wurde für viele Bürger der DDR die Flucht (útěk) in die Bundesrepublik möglich. Tausende verließen (opustit) ihr Land auf diesem Weg. Andere flüchteten in die Botschaften (velvyslanectví) der Bundesrepublik in Warschau und Prag und blieben dort, bis sie die Erlaubnis (povolení) zur Ausreisen in die Bundesrepublik erhielten.

Bald kam es in Leipzig, Dresden und anderen Städten der DDR zu Massendemonstrationen. Zuerst ging es um freie Ausreise in die westlichen Länder, besonders in die Bundesrepublik, um freie Wahlen und freie Wirtschaft. Aber bald wurde der Ruf nach „Wiedervereinigung“ (znovusjednocení) immer lauter. Oppositionsgruppen entstanden (vzniknout); in wenigen Wochen verlor die SED, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, ihre Macht.

Am 3. Oktober 1990 wurden beide deutschen Staaten vereinigt (spojit se). Berlin wurde zur Hauptstadt der neuen Bundesrepublik. Der 3. Oktober ist der Staatsfeiertag.

Von 1961 bis 1988 sind über 200 000 Menschen aus der DDR geflohen und rund 410 000 sind legal ausgereist. Aber im Jahr 1989 kamen dann fast (téměř) 350 000 Menschen legal oder illegal aus der DDR in die Bundesrepublik. Sie konnten nicht ins westliche Ausland reisen. Sie verdienten zu wenig Geld. Sie hatten Probleme mit dem Staat und seinen Behörden (úřady). Sie fanden das Leben in der DDR langweilig. Sie wollten in einer Demokratie leben, in den Staat nicht alles kontrolliert und man frei seine Meinung sagen kann. Sie wollten besser leben als in der DDR. Sie wollten zu ihren Verwandten (příbuzný) in der Bundesrepublik. Sie durften ihren Beruf nicht frei wählen. Sie glauben nicht an die Zukunft des Sozialismus. Sie wollten in ihrem Beruf etwas Neues machen.

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